AVALANCHE - Marc Schmitz | Malerei - Jenny Oellerich | Skulptur

26.04.2013
05.06.2013

Marc Schmitz | Malerei Monotypien
Jennifer Oellerich | Skulptur Siebdrucke

Wir laden Sie und Ihre Freunde zur Eröffnung am Freitag | 26.4.2013 | 18-21 Uhr herzlich ein.

Sonderöffnungszeiten während des Gallery Weekends:
Samstag, 27.4. und Sonntag, 28.4. jeweils 11-19 Uhr.
Sonst: Di-Fr 13-18 und Sa 13-17 Uhr u.n.V.)

Wir freuen uns, mit den Arbeiten von Marc Schmitz und Jennifer Oellerich zwei interessante und zugleich sehr aktuelle Positionen zu Malerei und Objekt vorstellen zu können. Und zugleich, diese Ausstellung im Rahmen des diesjährigen Gallery Weekends zu eröffnen.

Marc Schmitz sieht die Reduktion auf wesentliche Elemente des Mediums selbst - also die Substanz der Farbe ebenso wie die Art und Weise ihres Auftrags, ihre Organisation im Binnenraum der Leinwand sowie den Charakter des Bildträgers - als wesentliche Herausforderung seines künstlerischen Selbstverständnisses innerhalb der ungegenständlichen Malerei. Die körperhafte Präsenz von Farben, ihre Konsistenz, emotionale Ausstrahlung und ihre wechselseitige Beeinflussung formieren zusammen mit dem Bildträger die ‚Idee‘ und den ‚Inhalt‘ der jeweiligen Arbeit. In einer Art von gelenktem Zufall nimmt Marc Schmitz durch feine malerische Interventionen Einfluss auf die Bildräumlichkeit und Aura des Bildes; der Rückgriff auf ein prozesshaftes, auch Unvorhergesehenes mit einbeziehendes Vorgehen formt die materielle Fläche in einen immateriellen Bildraum um. Die Bilder geben „ablesbare Hinweise auf Schmitz‘ Planung und Realisierung des Malaktes – von der Zeitbezogenheit seiner intuitiv nachvollziehbaren Gesten beim Auftragen der Substanzen, Anlegen der Lasuren und Disposition kalter und warmer Kontraste – bündeln sich zum Wissen über das Werk selbst“. (J. Schilling, 2010)

Die Künstlerin Jennifer Oellerich bewegt sich in ihrer Arbeit zwischen den Grenzen der Medien Bildhauerei, Zeichnung, Fotografie und Installation. Sie experimentiert mit diesen medialen Grenzen ebenso wie mit ungewöhnlichen Materialien und den Grenzen der Wissenschaft. Regen und die Spuren unterschiedlicher Wetter-phänomene sind für sie der Ausgangspunkt für ein Nachdenken über die existentiellen Bedingungen unseres Daseins und die Grenzen des Erkennens in der äußeren Welt, beispielsweise in der Meteorologie und in der Astronomie, aber auch in der Quantenphysik.
Auf mit Bitumenlack präparierten Oberflächen wird Regen aufgefangen, gesammelt und archiviert: die hinterlassenen Spuren des Regens fungieren als „pencil of nature“ und weisen Ähnlichkeiten mit Darstellungen von Galaxien auf. Übertragen in Keramik, erwecken sie Assoziationen an Aufnahmen von Mondlandschaften oder elektronenmikroskopischen Abbildungen. Die Formensprache ist dabei konsequenterweise der Wissenschaft entlehnt. So entstehen in einer Synthese aus uraltem, elementarem Material mit aktuellen Bildern und Sehgewohnheiten einzigartige Graphismen aus Tropfenspuren. (T. Sauerländer, 2012)