Dennis Gün "Did we meet before?"

Neue Bilder und Arbeiten auf Papier

08.11.2013
10.12.2013

Dennis Gün ist als Maler großformatiger Leinwände in den 90er Jahren bekannt geworden; seither ist er mit seinen Arbeiten in internationalen Museen und Privatsammlungen vertreten.– Die letzten zehn Jahre waren gekennzeichnet von einer Phase intensiver Auseinandersetzung mit medialen Techniken und mit Photographie: nun hat er sich erneut der Malerei zugewandt.

Die neue Ausstellung gibt Einblick in das neuentstandene Oeuvre eines gute Jahres - und zugleich auch Einblick in ein heterogenes, vielschichtiges Werk. Die heute zumeist kleinformatigen Leinwände, die Arbeiten auf dickem Bütten und auf Bronzeplatten stellen einen künstlerischen Neubeginn dar.

Ein pastoser Farbauftrag, Farbmaterie, die sich illusionistisch zu öffnen scheint, das Spiel mit den Strukturen der Bildflächen und mit Worteinschüben: das alles zeigt ein vielschichtiges Referenzsystem, das neue Motive und formale Lösungen materialisiert. Die Farbe scheint ihren Aggregatzustand zu wechseln, wird zu beinahe amorphen Gebilden verflüssigt. Statisches wird dynamisch, findet ein Eigenleben, vernetzt sich über die Formen und Flächen hinweg.
Das Bild wird zu einer spontanen Rhythmik von Farbflecken und Lineaturen, eine Synthese aus Energie und Gestaltungswillen, die geistige Impulse ganz unmittelbar umsetzen. Persönliche Kosmologien und Vorstellungen, Vergegenwärtigungen von Methoden, aus philosophisch-technischen Erkenntnissen resultierend, fließen ein.

Es sind Bilder, die Wissen organisieren, zugleich aber auch virtuos den Bereich des Imaginären und seinen Strukturen einbeziehen. Dennis Gün interessiert sich für den (Bild)-Raum als Erlebnis, als sinnliche Wahrnehmung: das Bild als eine Bühne im Kleinen.