Duschat trifft Muthesius: Klaus Duschat + Ulf Duschat

eine Ausstellung im Garten und Haus des Landhauses de Burlet, Berlin-Schlachtensee

10.06.2012
15.07.2012

Seit 2004 gibt es die sommerlichen Ausstellungen im Garten des Landhauses de Burlet in Berlin-Schlachtensee. Eine Tradition, die wir in diesem Jahr wieder aufnehmen und Sie herzlichen einladen zu "Duschat trifft Muthesius" am Sonntag, dem 10. Juni 2012.

Anfang Juni beginnt eine umfangreiche Ausstellung im Kolbe-Museum in Berlin, die der Berliner Künstlergruppe „Odious“ gewidmet ist; Klaus Duschat ist einer der Stahlbildhauer, der diese reine Bildhauer-Gruppe, die vor genau 30 Jahren gegründet wurde, maßgeblich mit geprägt hat.

Fokussiert die Museumsausstellung auf Arbeiten, die in den 80er Jahren entstanden waren, so zeigen wir im Garten des Hauses neu entstandene Skulpturen des Künstlers, die für den privaten Außenbereich geeignet sind. Der Bildhauer Klaus Duschat ist vielen Berlinern seit Anfang der 80er Jahre vertraut: nach seinem Studium bei Bernhard Heiliger machte er sich insbesondere durch seine groß-formatigen Stahl-Skulpturen im Außenraum, auf Symposien und Workshops einen Namen. Viele seiner Plastiken befinden sich in öffentlichen Skulpturengärten in Deutschland und in privaten Sammlungen.

Im Haus zeigen wir die Arbeiten von Ulf Duschat. Ebenso wie sein Bruder studierte er zunächst Bildhauerei, u.a. bei Bernhard Heiliger und schloss bei Rolf Szymanski an der UdK Berlin als Meisterschüler ab. Skulpturen im Außenraum folgten.
In den letzten Jahren hat er sich weitgehend einer nichtfigurativen Malerei zugewandt, deren eigentliches Thema ihr Material ist: die Farbe. Seien es kräftige, pastos aufgetragene Farbschichten aus Acrylat in oft kleinen, intimen Formaten, die so Tiefe, Schatten und Strukturen erhalten, Landschaftliches anklingen lassen und sich zu einem Bild verdichten - oder auch großformatige Leinwände mit sgrafittohafter Grisaillemalerei und Lineaturen: ..sie überziehen die Bilder mit einem Anklang an scripturale Strukturen und Palimpseste, in denen sich die Spuren verschiedener Zeiten überlagern. Die Bilder erhalten eine Geschichte und beginnen von ihrem Vorher und Nachher zu erzählen. …Duschats Malweise thematisiert die Sehnsucht nach der Landschaft, die nicht mehr abbildbar wie in der Romantik ist, und zugleich ihre Verschiebung in die Erinnerung“ (Katrin Bettina Müller)

Und last not least: Das Haus de Burlet feiert in diesen Jahr seinen 100. Geburtstag!
Zwischen 1911-12 gebaut, ist es das einzige noch verbliebene Einfamilien-Haus im für die 10er Jahre typischen Landhausstil von Hermann Muthesius, dem einflussreichen Architekten und Theoretiker der modernen Architektur und Mitbegründer des Deutschen Werkbundes.

Eine besondere Freude ist uns, dass Prof. Dr. Wilhelm Matejka, Programmchef Kulturradio vom rbb, in das Werk der beiden Brüder einführen wird.